Rezension

[Rezension] Grisha (2) Eisige Wellen

MEINE REZENSION ENTHÄLT SPOILER, DA ES SICH HIERBEI UM EINEN 2. BAND HANDELT

Infos

Werbung | Unbezahlt

Preis: € 12,99 [D]
Seiten: 448
Reihe?: Legenden der Grisha (2)
Genre: High Fantasy
Alter: ab 16 Jahren
Übersetzung: Henning Ahrens
Format:Taschenbuch
Verlag: Knaur TB
ISBN: 978-3-426-52445-9
ET: 01.04.2020

Neugierig?:Leseprobe
Kaufen?: Thalia Pieper Bücher Verlag

Inhaltsangabe

Der zweite Teil der Grisha-Trilogie, Leigh Bardugos Fantasy-Bestseller über die magische Armee der Grisha und den Krieg um Ravka in neuer, aufwendig veredelter Ausstattung:

Nach ihrem furchtbaren Kampf gegen den Dunklen, den ältesten und mächtigsten der Grisha, mussten Alina und Mal aus Ravka fliehen. Doch selbst jenseits der Wahren See sind sie nicht sicher: Der Dunkle hat überlebt und ist entschlossener denn je, sich Alinas besondere Kräfte zunutze zu machen. Denn nur mithilfe ihrer Magie kann es ihm gelingen, den Thron von Ravka an sich zu reißen. In die Enge getrieben, bittet Alina schließlich den berüchtigten Freibeuter Stormhond um Hilfe und macht sich auf, die Armee der Grisha anzuführen.

Mit ihrer Grisha-Trilogie hat Bestseller-Autorin Leigh Bardugo ein absolutes Fantasy-Highlight geschaffen, irgendwo zwischen Abenteuer, Märchen und zarter Romanze. Das vom Krieg zerrissene Ravka, das ausgeklügelte Magie-System der Grisha und die lebendigen, facettenreichen Charaktere werden nicht nur Fans der Fantasy-Bestseller »Das Lied der Krähen« und »Das Gold der Krähen« begeistern.

Die Grisha-Trilogie ist in folgender Reihenfolge erschienen:
• »Goldene Flammen«
• »Eisige Wellen«
• »Lodernde Schwingen«

Zitat

“Jeder von ihnen konnte ein Spion des Dunklen, des Zaren oder des Asketen sein. Jeder von ihnen konnte auf die Gelegenheit lauern, mich aus dem Weg zu räumen und die Macht an sich zu reißen.”” ~ Seite 267 ~

Der Anfang

Früher, lange bevor sie die Wahre See befuhren, hatten der Junge und das Mädchen immer wieder von Schiffen geträumt: Schiffe, randvoll mit Geschichten, verzauberte Schiffe mit Masten aus wohlriechendem Zederholz und mit Segeln aus purem Gold, von Jungfrauen gesponnen.

Mein Leseindruck

Nachdem ich den ersten Band beendete, musste ich sofort mit dem zweiten Band weitermachen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es mit Alina und Malyen weitergeht und ob überhaupt. Nach diesem sehr fiesen Cliffhanger hatte man mich mit sehr sehr vielen Fragenzeichen zurückgelassen und meine Gedanken sind hin und her gekreist. Ich habe diese Reihe bereits vor etlichen Jahren schon gelesen als diese im Carlsen Verlag als Hardcover verlegt wurde und mich packte sie damals schon. Es war klar, dass ich diese Reihe nochmals in die Hände nehmen und lesen werde. Mit dem Taschenbuch aus dem Droemer Knaur Verlag, machte ich es mir auf der Couch bequem, neben mir Nervennahrung und was zu trinken und los gings.

Sie werden über die Wahre See gejagt und müssen versuchen sich ausserhalb des Zarenreichs und der Welt der Grisha eine Existenz aufzubauen. Nur das alles erweist sich als sehr schwierig, da Alina ihre Vergangenheit nicht so einfach abschütteln kann und die Gerüchte um den Dunklen, dass er die Schattenflur überlebt habe, machen die Runde. Er will seine Macht ins Unermessliche steigern, um den Thron zu erklimmen und als Alina und Malyen sich in Sicherheit wiegen, bekommt der Dunkle sie doch noch in seine Hände und dadurch geraten die beiden in Gefangenschaft, ausgesucht dazu, dem >Dunklen< das zu geben, was er möchte. Die Situation ist ausweglos als doch noch von irgendwoher Hilfe naht. Nur die Frage ist, wie lange sich Alina dem dunklen Fürsten noch entziehen kann.

Die Fortsetzung knüpft genau dort an, wo der erste Band aufhörte. Der Sequel beginnt auch schon recht effektiv, düster und beeindruckend. Während ich als Leser im ersten Teil noch die kalte, klägliche Winterlandschaft Ravkas kennenlernen durfte, begegne ich hier der hohen See. Alina und Malyen werden auf einem Walfänger gegen ihren Willen festgehalten und dabei stoße ich auf ganz neue Charaktere, die der Geschichte noch viel mehr Leben und mehr Pepp bescheren. Das verschiedenen Settings darin und Alinas Entwicklung gefielen mehr wieder sehr sehr gut. Ihr eigener Zwiespalt zwischen ihrer wahren Bestimmung und ihre Gefühle für Malyen zerreißen sie völlig und sie durchlebt dadurch eine Achterbahn von sämtlichen Emotionen. Die Zeiten, in denen sie wie ein graues Mäuschen durchs Leben ging, sind endgültig vorbei oder dass sie als Schatten hinter Malyen stand. Es wird sehr sehr viel abverlangt von ihr, grad weil nach den Ereignissen auf der Schattenflur, das absolute Chaos überall herrscht und alles in einem katastrophalen Zustand befindet. Die Visionen, die sie heimsucht währenddessen und so real wirken, machen ihr ziemlich zu schaffen.

Ich bekam tiefere Einblicke in die Welt der Grishas und des Zarentums, was ich vorher noch nicht wusste. Der Schreibstil der Autorin ist sehr tiefgründig, flüssig und locker und ich flog nur so durch die Seiten. Die Umschreibung der ganzen Kämpfe, die wechselhaften Ortschaften, wo die Geschichte spielte waren beeindruckend und fesselnd.

Mein Fazit

Der zweite Teil der Grisha Verse ist wieder mal mega gelungen. Die Autorin hat sehr sehr viel Arbeit reingelegt, die Geschichte gut ausgearbeitet, wie das ganze Setting, die Charaktere, die Entwicklung – einfach alles. Dadurch konnte ich Ravka und alles was sich darin abspielt und wie das alles aussah, gut vorstellen und die ganzen Wendungen konnte man nicht vorhersehen. Man merkte einfach, auf was es hier wirklich ankam und was wichtiger war, ob Freundschaft, das eigene Leben, die Liebe, das Land. Ich kann es nur jedem einfach empfehlen, der auf eine packende High Fantasy Geschichte steht mit viel Spannung, Abenteuer und atemberaubenden Kämpfen.



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